Macht hoch die Tür, die Tor macht weit ...

14. Dezember, 17 Uhr: Weihnachtslieder am offenen Klavier im CCL

Die Offene Gesellschaft Langenhagen freut sich sehr über die Unterstützung durch zwei bekannte Langenhagener Ensembles: Am Freitag, 14. Dezember, kommen die Kantorei der Elisabeth-Kirche (Leitung: Arne Hallmann) und das Bläserensemble der Matthias-Claudius-Kirche (Leitung: Robert Klassen) zum offenen Klavier. Unter der Lichtkuppel im Obergeschoss des CCL-Bestandsbaus werden sie gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern bekannte Weihnachtslieder singen; Beginn ist um 17 Uhr.

Alle Interessierten sind herzlich zu diesem adventlichen Liedernachmittag eingeladen; der Eintritt ist kostenfrei. Über eine Spende in den Zylinder würden sich die Sängerinnen und Instrumentalisten sehr freuen.

Fotos: Julia Hallmann, Regina Wöhler

"Das Migrationsabkommen schafft Sicherheit"

Engagement, Fakten und viel Spaß auf dem Marktplatz

Foto: Caroline von Blanckenburg
Foto: Caroline von Blanckenburg

"Der Migrationspakt schafft Sicherheit für eine demokratische und offene Gesellschaft, weil er zum Ziel hat, internationale Wirtschaftsmigration zu verhindern, und wenn sie doch stattfindet, sie steuern zu können. Dazu braucht es den Austausch von Informationen, Erkenntnisse über die Identität der Migrantinnen und Migranten und ihre Qualifikationen über die Grenzen eines Landes hinaus. Das Abkommen klagt kein Menschenrecht auf Migration ein, wie manche meinen, sondern Menschenrechte für Migrantinnen und Migranten. Das Abkommen ruft auf zu einer faktensicheren Politik."

Mit diesen klaren, auf Fakten basierenden Sätzen beginnt ein Infopapier, das Mitglieder der Offenen Gesellschaft Langenhagen am Sonnabend auf dem Marktplatz verteilten. Innerhalb von drei Stunden erreichten sie mit diesem Papier 200 Menschen und führten viele Gespräche.

Wieviel Spaß gesellschaftspolitisches Engagement und der Einsatz für eine Offene Gesellschaft machen können, zeigte sich an diesem Tag auch: Mit schräg-schönem Eurpa-Zylinder, knallroter Knollennase und fliegenden Bällen zog Claus Duncker am Info-Stand der Offenen Gesellschaft viel Aufmerksamkeit auf das Anliegen der Gruppe. Gespräche mit Interessierten kamen so schnell in Gang - und am Ende gab es für den kleinen Sonnabend-Einkauf einer Aktiven am benachbarten Stand sogar Rabatt. "Einfach toll, was ihr da macht", begründete der Standbetreiber seine nette Geste. "So kann ich euch wenigstens ein bisschen unterstützen." 

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Zusammenhalt durch Musik

Internationale Band spielte im "Emma" für die Offene Gesellschaft

Foto: Andrea Hesse
Foto: Andrea Hesse

Die Kulisse war ideal: Im alten Langenhagener Bahnhof, dort, wo früher Menschen ankamen und fort fuhren, spielte die Band „Sound of Hope“ jetzt ein mehr als zweistündiges Konzert im Restaurant Emma. In dem zehnköpfigen Ensemble um Albrecht von Blanckenburg machen Menschen aus dem kleinen Ort Bantorf bei Barsinghausen gemeinsam mit Geflüchteten aus verschiedenen Nationen Musik – von uralten kurdischen Liebes- und Klageliedern über selbst geschriebene aktuelle Songs bis hin zu Rock’n’Roll-Klassikern. Die Band versteht sich als Botschafterin für Frieden, Zusammenhalt und Freude am Leben und ihr Repertoire spiegelt genau dieses Anliegen wider. Die rund 80 Gäste im Emma sparten nicht mit Applaus und ließen sich auch gerne zum Mittanzen bewegen.

Caroline von Blanckenburg von der Offenen Gesellschaft Langenhagen stellte in Kurz-Interviews die Musikerinnen und Musiker vor; dabei wurde immer wieder deutlich, welch großen Zusammenhalt die Musik schafft. Musikalisch sei das nicht ganz einfach für sie, berichtete die Pastorin aus einem Dorf am Deister, die bei Sound of Hope die Violine spielt. Schließlich habe sie eine klassische Geigenausbildung erhalten, orientalische Musik bedeute da eine echte Herausforderung. Dennoch: „Das gemeinsame Proben verschafft mir einen neuen Zugang zu meinem Instrument, das ich lange Zeit gar nicht gespielt hatte.“ Dilyar Shexu, ein bekannter kurdischer Musiker und Komponist, erzählte davon, wie er sein Instrument, die Saz, auf der Flucht aus dem syrischen Kobane nach Deutschland retten konnte – im Zusammenspiel mit den Tablas des aus Afghanistan stammenden Musikers Ismael Tajik, dem Leadgesang des kurdischen Sängers Hesham, den klaren Stimmen von Silvia Hoppe und Renate Hachmeister und dem treibenden Schlagzeug des erst 15-jährigen Nick Weber entstand eine Musik, die Hoffnung, Trauer und Lebensfreude zugleich transportierte.

Ulrike Jagau von der Offenen Gesellschaft Langenhagen informierte das Publikum über Fakten rund um das Thema Flüchtlinge. „Im Jahr 2018 ist die Zahl der Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, stark zurückgegangen“, stellte sie fest. Auch vor diesem Hintergrund sei es unredlich, populistische Stimmungsmache zu betreiben, wie es insbesondere die AfD tue, und nicht bei den Fakten zu bleiben. „Wir von der Offenen Gesellschaft Langenhagen kümmern uns einfach darum, mit Gleichgesinnten hier vor Ort etwas in die andere Richtung zu bewegen“, erklärte Andrea Hesse von der Offenen Gesellschaft Langenhagen. „Wir schaffen Zusammenhalt, singen gemeinsam gegen Ausgrenzung und streiten für eine demokratische, gastfreundliche und solidarische Gesellschaft.“

Ingo Welt, Chef im Restaurant Emma, stellte sich mit seinem Team hinter dieses Engagement und machte so einen besonderen Abend in der tollen Kulisse des alten Bahnhofs möglich.

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Sound of Hope: "Afrin"

Sound of Hope: "Bir Nahta Seßtan"

Gemeinsam etwas in die andere Richtung bewegen

Unterstützung durch Lions und CCL-Werbegemeinschaft

Ein willkommenes Geschenk: Caroline von Blanckenburg dankt Bernd Vogel (von links), Alexander Machill und Stefan Bause von den Lions. Foto: Dirk Lange
Ein willkommenes Geschenk: Caroline von Blanckenburg dankt Bernd Vogel (von links), Alexander Machill und Stefan Bause von den Lions. Foto: Dirk Lange

"Wir wollen uns aktiv einsetzen für unsere offene, demokratische, gastfreundliche und fest in Europa verankerte Gesellschaft – sie ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes, glückliches Leben." Mit diesen Worte begrüßte Andrea Hesse von der Offenen Gesellschaft Langenhagen Anfang November mehr als 100 Menschen am Klavier im CCL.  "Wir engagieren uns gegen den zunehmenden Nationalismus in Deutschland und in Europa, gegen wachsenden Anti-Feminismus, gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Wir verfolgen das Auftreten der AfD als Sprachrohr des Rassismus in Stadträten, Landesparlamenten und auf Bundesebene – und wir kümmern uns einfach darum, mit Gleichgesinnten hier vor Ort etwas in die andere Richtung zu bewegen." Passend zu dieser Kurzvorstellung hatten die Menschen rund ums Klavier zuvor das traditionsreiche "Die Gedanken sind frei" gesungen.

Caroline von Blanckenburg begrüßte dann Stefan Bause, Alexander Machill und Bernd Vogel vom Vorstand des Lions Clubs Langenhagen. Sie überbrachten der Offenen Gesellschaft Langenhagen ein besonderes Geschenk: Mehr als 30 Liederbücher mit vielen internationalen Melodien und Texten. "Gerne unterstützen wir die Anliegen der Offenen Gesellschaft", sagte Past-Präsident Alexander Machill. Wie hochwillkommen die Spende im Kreis der Menschen ums Klavier war, zeigte sich schnell: Etwa eine Stunde lang sangen sie zur Begleitung durch Bernd Schneider Lieder aus den neuen Büchern.

Ein dickes Dankeschön gab es auch für Thorsten Schirmer vom Vorstand der Werbegemeinschaft im Bestandsbau des CCL: Die Kaufleute unterstützen die Idee der verbindenden Veranstaltungen am Klavier, indem sie während der Wintermonate ihre Veranstaltungsfläche im Obergeschoss und einen Abstellraum für das Instrument zur Verfügung stellen.

"Die Veranstaltungsqualität im CCL gewinnt durch dieses Engagement", sagte Thorsten Schirmer an die Offene Gesellschaft Langenhagen gerichtet. "Schließlich vermittelt das gemeinsame Singen Zuversicht und Tatkraft."  

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"Aufstand der solidarischen Gesellschaft"

#unteilbar: Mehr als 240.000 waren dabei

Die Demonstration am 13. Oktober in Berlin, zu der unter dem Titel "#unteilbar" mobilisiert wurde, hat alle Erwartungen übertroffen: "Wir haben gemeinsam gezeigt: Die solidarische Gesellschaft, sie ist da, sie zeigt sich – und das in aller Vielfalt", freuten sich die VeranstalterInnen, nachdem klar war, dass mehr als 240.000 Menschen dem Aufruf gefolgt waren. "Alle 242.000 Menschen, die auf der Straße waren, und viele mehr haben verstanden, was gesellschaftlich auf dem Spiel steht, wenn Sozialstaat, Flucht und Migration weiterhin  gegeneinander ausgespielt werden. Wir wissen, dass die weitere Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten, die permanenten Angriffe auf die Humanität, auf Menschenrechte und Religionsfreiheit Angriffe auf uns alle sind.So, wie es ist, kann und darf es nicht bleiben! Gemeinsam wollen wir einen Aufstand der solidarischen Gesellschaft wagen!"

Foto: Andi Weiland, https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Tagesschau-Beitrag vom 13.10.2018

"Wir profitieren enorm von Einwanderung"

Eine musikalische Schiffsreise mit der Pianistin Assia Livchina

"Wir sind ein Land der Vielfalt und wollen es bleiben. Schauen Sie sich an, wer für Deutschland jüngst Medaillen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin gewonnen hat: Shanice Craft, Lisa-Marie Kwayie, Tatjana Pinto, Mateusz Przybylko, Maleika Mihambo. Helene Fischer hieß bei ihrer Geburt Jelena Petrowna Fischer." Mit diesen Worten zitierte Caroline von Blanckenburg von der Offenen Gesellschaft Langenhagen jetzt den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff.  Sie eröffnete damit das erste Konzert am Offenen Klavier im City Center Langenhagen, in dem das Instrument sein Winterquartier gefunden hat.

"Wir profitieren enorm von Einwanderung. Das müssen wir immer wieder sagen: in der Familie, im Freundeskreis, aber auch in der Politik. Das kann auch heißen dagegenzuhalten, wenn einer einen Spruch klopft, gerade in den sozialen Netzwerken", zitierte von Blanckenburg weiter aus einem Interview der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit Christian Wulff (zum Interview). "Die Nazis haben die Volksempfänger für sich genutzt, die Rassisten heute bedienen sich der sozialen Netzwerke."

Tatsächlich passte die Anmoderation an diesem Tag in besonderer Weise: Am Klavier saß die in Moskau geborene Pianistin Assia Livchina, die ihr Musikstudium in Moskau begann und es mit dem Abschluss im Fach Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover beendete. Heute lebt sie in der Region Hannover, ist selbst an dieser Hochschule tätig und vielen Menschen durch ihre Auftritte bekannt.

Am Offenen Klavier lud sie ihr Publikum zu einer musikalischen Schiffsreise ein: Beginnend in den USA spannte sie den musikalischen Bogen über Brasilien und Argentinien bis nach Spanien, Italien und Deutschland. Viel Applaus gab es nach einer guten Stunde für ein beschwingtes, abwechslungsreiches Konzertprogramm im CCL.

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Ferrari Küsschen: ein Zeichen für den Zusammenhalt

„Wo steht das Klavier?“ Ein Programm mit diesem Titel spielte das A-Cappella-Ensemble Ferrari Küsschen jetzt am Offenen Klavier. Die fünf stimmgewaltigen Mitglieder des Ensembles schafften es auch ohne Verstärkeranlage, die rund 100 Besucherinnen und Besucher zu begeistern: "Schön schräg, total witzig und stimmgewaltig", lautete am Ende das Urteil des Publikums.

"Wir möchte eine Gelegenheit schaffen, miteinander in Kontakt zu kommen und schöne Erlebnisse miteinander zu teilen - egal, welche Nationalität Sie haben, ob Sie arm oder reich, jung oder alt sind", hatte Renate Siebler von der Offenen Gesellschaft die Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßt. "Wir wollen damit dem Hass und der Ausgrenzung rechtspopulistischer Strömungen ein positives Zeichen entgegensetzen. Wir sind nicht der Meinung, dass alle Probleme gelöst wären, wenn alle Geflüchteten Deutschland verlassen würden. Oder glauben Sie, dass die Rente dann plötzlich sicher ist, die Armut verschwunden, der Fachkräftemangel behoben, der Wohnraum bezahlbar, der Pflegenotstand aufgelöst? Oder würden dann andere Sündenböcke für diese Probleme verantwortlich gemacht? Vielleicht Homosexuelle, Feministinnen, Menschen mit Behinderungen, Andersdenkende?

Unsere Gesellschaft braucht wieder mehr Zusammenhalt, mehr Miteinander, mehr aufeinander Zugehen, kleine Lichtblicke, die Freude bringen. Diese Freude will uns heute das A-CapellaEnsemble Ferrari Küsschen bereiten, das die Ziele der offenen Gesellschaft unterstützt."

 

Aufstehen gegen rechteHetze!

Mitglieder der Offenen Gesellschaft Langenhagen folgten am 3. September dem Aufruf des Bündnisses "bunt statt braun": Sie nahmen an der Kundgebung auf dem Friedensweg vom Maschsee-Nordufer zum Mahnmal Aegidienkirche teil. In Solidarität mit den Menschen in Chemnitz, die für Menschlichkeit und Demokratie und gegen Hass und Ausgrenzung auf die Straße gingen, fand die Kundgebung zeitgleich mit dem Chemnitzer Konzert "Wir sind mehr" statt. Rund 4.000 Menschen aus Hannover und dem Umland bildeten friedlich und mit fantasievollen Slogans ausgestattet einen langen Zug - als die ersten bereits an der Aegidienkirche eintrafen, hatten die letzten den Startpunkt am Maschsee noch gar nicht verlassen.

"Wir sind hier richtig viele Menschen, das ist ein schönes Signal", freuten sich die Langenhagener über die große Zahl an Menschen, die gegen rechte Hetze auf die Straße gingen. Ein bisschen Überraschung schwang dabei mit: In den Ankündigungen für die Kundgebung war vorab zu lesen gewesen, dass die Veranstalter mit 60 bis 100 TeilnehmerInnen rechneten. Schön, dass die tatsächliche Zahl um soviel größer war - Hannover (und Langenhagen!) lassen sich nicht lumpen, wenn es darum geht, Gesicht gegen Pegida, AfD und Konsorten zu zeigen.

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Die stille Mehrheit schweigt nicht mehr

Die Offene Gesellschaft Langenhagen unterstützt die Kampagne "Die stille Mehrheit schweigt nicht mehr" des Kampagnennetzwerkes Avaaz, das in der größten Chemnitzer Tageszeitung eine ganzseitige Anzeige mit dem folgenden Wortlaut geschaltet hat. Mehr als 375.000 Menschen haben diese Anzeige bereits unterzeichnet.

An alle Rechten und Nazis, Identitären und "besorgten Bürger" -

und alle, die befürworten, was diese Woche in Chemnitz passiert ist:

Das ist nicht euer Land. Das sind nicht eure Straßen.

Hier werden keine Hitlergrüße gezeigt und erst recht keine Menschen aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Herkunft gejagt.

Zu lange waren wir zu leise und haben euch zugesehen. Damit ist jetzt Schluss.

Ihr könnt noch so oft "Wir sind das Volk" brüllen - ihr seid es nicht.

Ihr seid nicht Deutschland. Ihr seid nicht Sachsen. Ihr seid nicht Chemnitz.

Deutschland sind wir alle. Wir haben alle Hautfarben und Religionen, Wurzeln in der ganzen Welt und sprechen alle Sprachen dieser Erde.

Ab heute gilt: Die stille Mehrheit schweigt nicht mehr.

Eliza-Singers unterstützen die Offene Gesellschaft

Zur Feier ihres 50-jährigen Jubiläums kamen die Eliza-Singers aus der Elisabeth-Kirchengemeinde jetzt zu einer Art Vorpremiere zum offenen Klavier auf dem Langenhagener Marktplatz: Aus dem Programm ihres Jubiläumskonzertes, das sie am 15. September im Theatersaal Langenhagen präsentieren, erklangen Gospels, Pop- und Jazz-Melodien. Mehr als 100 Gäste kamen ganz gezielt zu  diesem Konzert oder reihten sich ins Publikum ein, weil sie von den Klängen, die bei spätsommerlichem Wetter über den Marktplatz wehten, angezogen wurden. Chorleiterin Dörte Wehner begleitete die etwa 20 Sängerinnen und Sänger am Klavier und baute schnell Kontakt zum Publikum auf - sehr gerne unterstütze der Chor den Einsatz der Offenen Gesellschaft Langenhagen, betonte sie. Begeisterter Applaus war am Ende der Dank für ein besonderes Konzert.

In ihrer Begrüßung ging Andrea Hesse von der Offenen Gesellschaft Langenhagen anhand eines persönlichen Erlebnisses auf die Ziele der Initiative ein: "Es ist wichtig, dass wir einander in unserem Engagement für eine offene, gastfreundliche und solidarische Gesellschaft stärken und nicht wegsehen, wenn diese Grundwerte in Frage gestellt werden." Wichtig sei es aber auch, die Gemeinschaft zu genießen und zu feiern - das Konzert der Eliza-Singers bot dazu einen wunderbaren Anlass.

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"Ein offenes Klavier für Langenhagen"

Überraschungsgäste am Klavier

Trotz der Ferienzeit kamen Anfang August etwa 50 Menschen auf dem Langenhagener Marktplatz zusammen, um gemeinsam am offenen Klavier zu singen. Begleitet von Bernd Schneider stimmten sie unter anderem das Lied von den Moorsoldaten, Geh aus mein Herz und die Geschichte der rasenden Affen an.

Applaus erhielt auch eine siebenjährige Pianistin, die sich mutig vor großem Publikum ans Klavier setzte, mehrere Stücke spielte und sich anschließend gekonnt verneigte. Und der Abend war mit dem Abschluss des gemeinsamen Singens noch lange nicht beendet: Ein junger Pianist ließ sich an den Tasten nieder und füllte den abendlichen Marktplatz mit Musik, anschließend fand sich noch eine dreiköpfige Band ein, die ihren Pianisten mit Cajon und Gitarre begleitete. "Wir kommen wieder", versprachen sie gegen 20 Uhr, als Georg Obermayr von der Offenen Gesellschaft Langenhagen schließlich das Klavierhaus abschloss.

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Eine seltene, wunderbare Gelegenheit

Das Wünschen war erlaubt beim ersten Offenen Singen am Klavier auf dem Markplatz: „Auf der Lauer, auf der Mauer“ wünschten sich die Kinder, Udo Jürgens‘ nicht ganz einfachen Song „Ein ehrenwertes Haus“ die Älteren. Bernd Schneider begleitete die etwa 70 Gäste, die an diesem Freitagnachmittag gekommen waren, flexibel und gekonnt am Klavier, strahlender Sonnenschein sorgte für eine heitere Atmosphäre. „Es gibt nur selten Gelegenheit, gemeinsam zu singen – dieses Angebot hier auf dem Marktplatz ist einfach wunderbar“, freute sich eine Langenhagenerin über die Möglichkeit, spontan in einem 70-köpfigen Chor mitzusingen.
Dirk Lange von der Offenen Gesellschaft Langenhagen hatte zum Auftakt alle Gäste begrüßt und sie über die Ziele der Offenen Gesellschaft Langenhagen informiert. Sobald dann die ersten Lieder erklangen, richteten die Gäste der umliegenden Cafés ihre Stühle aus, um gut hören und sehen zu können; Menschen, die über den Marktplatz bummelten, reihten sich in den Chor ein. „Wir freuen uns sehr über diese großartige Resonanz“, stellten Caroline von Blanckenburg und Renate Siebler von der Offenen Gesellschaft Langenhagen zum Abschluss dieses besonderen Nachmittags fest. 

Das Offene Singen am Klavier auf dem Marktplatz ist für jeden ersten Freitag im Monat um 17 Uhr geplant. Nächster Termin ist der 3. August.

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Ein Wohnzimmerkonzert mitten auf dem Markt

Der Pianist, Keyboarder und Songwriter Daniel Schunn aus Sehnde liebt die kleinen Formate – Wohnzimmerkonzerte und das Experimentieren mit verschiedenen Musikinstrumenten und Klängen. Als Pianist und Keyboarder spielte er bereits mit so bekanten Musiker*innen wie Gregor Meyle, Felicitas Woll, Hamid Baroudi, Katja Friedenberg (Voice of Germany) und Njeri Weth zusammen, nun kam er zu einem Konzert am offenen Klavier auf den Langenhagener Marktplatz.

"Daniel möchte mit seinem Auftritt hier bei uns die Ziele der Offenen Gesellschaft Langenhagen unterstützen - er ist überzeugt davon, dass sie wichtig sind", erklärte Caroline von Blanckenburg in ihrer Begrüßung zu Konzertbeginn und erläuterte den etwa 50 Konzertgästen die 10 Thesen, in denen diese Ziele formuliert sind. Daniel Schunn tat anschließend das, was er so wunderbar kann: Er spielte ein "Wohnzimmerkonzert" mitten auf dem Marktplatz, verwob seine selbst komponierten Stücke mit Erzählungen zu ihrer Entstehungsgeschichte, füllte den sonnigen Abend mit Meeresrauschen und rollendem Donner und fand im Publikum Mitspieler*innen, die mit Freude und Sachverstand verschiedene Musikinstrumente bedienten.

Mit einem gemeinsam gesungenen "Geh aus, mein Herz" beendeten Pianist und Publikum nach mehr als einer Stunde einen besonderen Konzertabend.

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250 Menschen feiern das offene Klavier

Langenhagen hat jetzt ein offenes Klavier: Rund 250 Menschen feierten die Einweihung des Instruments auf dem Marktplatz mit einem fröhlichen Fest. „Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“, zitierte Andrea Hesse von der Offenen Gesellschaft Langenhagen E.T.A. Hoffmann, einen Schriftsteller und Komponisten der Romantik. „Gemeinsam musizieren, singen, tanzen oder einfach nur zuhören und dabei sein hilft uns, scheinbar Trennendes zu überwinden.“

 

 

Der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy knüpfte daran an und erzählte von ganz besonderen Erfahrungen, die er dank der Musik machen konnte. Großen Applaus gab es für sein Langenhagen-Lied, das wie gemacht war für diesen heiteren, sonnigen Abend an Langenhagens neuem Klavier. Zum Dank überreichte ihm Renate Siebler von der offenen Gesellschaft einen kleinen Flügel, gestaltet in den gleichen Farben wie das große Klavier, das ab sofort seinen Standort in einem wetterfesten Haus auf dem Marktplatz hat. Ein liebevoll gestaltetes Klavier gab es auch für Roman Sickau, Mitarbeiter der Langenhagener Verwaltung, der das Projekt mit großem Engagement unterstützt hatte.

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AG Film entwickelt konkrete Ideen

 Wie lassen sich die Ideen der Offenen Gesellschaft Langenhagen filmisch umsetzen? An welchen Orten kann gedreht werden? Und wie lassen sich Geschichten erzählen, die zeigen, welchen Wert unsere offene Gesellschaft für das tägliche Leben hat?

Innerhalb der Initiative Offene Gesellschaft Langenhagen hat eine Arbeitsgruppe Film damit begonnen, konkrete Ideen umzusetzen. Wichtig ist es den Aktiven dabei, konkrete Anknüpfungspunkte in Langenhagen herzustellen: vertraute Orte, Menschen aus der Stadt, Möglichkeiten der Beteiligung werden diskutiert. In den kommenden Monaten sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.

 

Initiative plant verschiedene Veranstaltungen

Die Offene Gesellschaft Langenhagen hat sich mit einem Workshop auf die Arbeit im Jahr 2018 eingestimmt: An einem Sonnabend im Januar sammelten 15 Aktive der Langenhagener Initiative zunächst Ideen für Veranstaltungen und Aktionsformen in den kommenden Monaten. In der daran anschließenden intensiven Diskussion kristallisierte sich das Thema „erlebbare Demokratie“ als grundlegend heraus: „Wir möchten Veranstaltungsformate entwickeln, die die Demokratie als Basis für gesellschaftliches und persönliches Glück erlebbar machen“, sagt Andrea Hesse, eine der Initiatorinnen der Gruppe. Unter anderem in kurzen Filmclips, die an bekannten Langenhagener Orten gedreht werden, soll diese Perspektive umgesetzt werden. Darüber hinaus möchte die Initiative in den kommenden Monaten mit Lesungen, Diskussionen, Vorträgen und Nachbarschaftsaktionen auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

 

10 Thesen für eine offene Gesellschaft

1. Eine offene Gesellschaft lebt von einer Politik ohne Vereinfachung und Angstmacherei.

 2. In einer offenen Gesellschaft überwinden wir Ängste und Besorgnisse durch Wertschätzung und Integration und nicht durch Ausgrenzung und Herabwürdigung anderer.

3. Wir verteidigen die Demokratie, weil sie als einzige Staatsform einer offenen Gesellschaft angemessen ist und diese kritisch und selbstbestimmt weiterentwickelt.

4. Eine offene Gesellschaft bewältigt die große Aufgabe der Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern ohne Hysterie und Fremdenfeindschaft.

5. In einer offenen Gesellschaft entziehen sich die politischen und wirtschaftlichen Eliten nicht der Verantwortung für Gesellschaft und Demokratie, sondern engagieren sich für das Gemeinwohl.

6. Hass und Verrohung der Sprache zerstören die Demokratie und die offene Gesellschaft. Wir kämpfen für die Freiheit von Gedanken, Presse und Wissenschaft.

7. Wir streiten für ein demokratisches, gastfreundliches und solidarisches Europa, in dem allein sich unsere Gesellschaft offen und frei entfalten kann.

8. Eine offene Gesellschaft wird getragen von ehrenamtlicher Tätigkeit. Wir unterstützen ohne Einschränkung den Einsatz für das Gemeinwesen, weil dies das Gegenteil von Hass, Gleichgültigkeit und Ausgrenzung ist.

9. Rechtsstaat, Demokratie und offene Gesellschaft bedürfen des Engagements und der Verteidigung. Wir wollen der Mehrheit in diesem Lande ein Gesicht geben und das Erstarken rechtspopulistischer Gruppierungen verhindern.

10. Demokratie und offene Gesellschaft beginnen vor Ort. Deshalb streiten wir auf lokaler Ebene für mehr Teilhabe, Gerechtigkeit und die Anerkennung all derer, die diese Gesellschaft zusammenhalten.

 

Offene Gesellschaft Langenhagen im August 2017

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